Salvator Abend 2017
Bilder von der Veranstaltung vom 03. März 2017
Veranstaltungsfotos der SGO/Fotograf: Fred Vosteen
Fotografien wurden im Rahmen der o.a. Veranstaltung erstellt.
Aktuelles aus der Landesgruppe Niedersachsen
(Übertrag der PM von der Seite: www.Reservistenerband.de)
26.04.2017
Oldenburger Salvatorabend setzt Tradition fort
OLDENBURG — Auch 52 Jahre nach Gründung des Salvatorabends im Jahre 1964 auf dem ehemaligen NATO-Fliegerhorst Oldenburg hat die Veranstaltung bis heute nichts an ihrer Zugkraft und Bedeutung verloren.
Als nach Abzug der letzten Soldaten vom Fliegerhorst Oldenburg im Jahre 2006 das dortige Offizierskasino nicht mehr zur Verfügung stand, setzte sich eine Gruppe ehemaliger Soldaten zusammen und richtete den Salvatorabend ab 2007 in der Weser-Ems Halle in Oldenburg neu aus. Unter dem Dach der neugegründeten Salvator Gemeinschaft Oldenburg e.V. (S.G.O.) wurde nahtlos und bis heute erfolgreich an diese langjährige Tradition angeknüpft. So gilt bis heute auch unverändert die Zielsetzung: ein Forum für gemeinsame Gespräche in ungezwungener Atmosphäre mit Vertretern aller Gesellschaftsgruppen und der Bundeswehr zu schaffen.
Neuer S.G.O. Geschäftsführer Kai Sauer begrüßt erstmals die Gäste
Zur anschließenden Begrüßungsrede des neuen S.G.O. Geschäftsführers Obermaat d.R. Kai Sauer machte der langjährige Moderator des Salvatorabends Gerhard Kindl die zutreffende Bemerkung, dass auch traditionelle Veranstaltungen dem Wandel der Zeit unterliegen.Über zehn Jahre lang hatte Oberstabsfeldwebel d.R. Harm Schröder das Amt des Geschäftsführers der S.G.O. erfolgreich geführt und die Leitung erst seit Jahresbeginn an den neu gewählten Geschäftsführer Kai Sauer übergeben. So war die Rede nicht nur für den Geschäftsführer Kai Sauer, sondern auch für die zahlreichen Gäste aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens an diesem Abend eine Premiere.
Kai Sauer sagte: „Viele Kameraden der Luftwaffe hatten während ihrer Laufbahn ein Kommando auf dem Oldenburger Fliegerhorst. Viele von ihnen, liebe Gäste, haben Oldenburg immer von weit oben gesehen. Ein Kamerad allerdings hat es bis in das Weltall geschafft. Ich darf heute Abend Herrn Brigadegeneral Dr. hc. Thomas Reiter in unseren Reihen begrüßen”. Besonders herzlich begrüßte der Geschäftsführer ebenso den neuen Kommandeur der 1. Panzerdivision, Herrn Brigadegeneral Markus Laubenthal, sowie den stellvertretenden Kommandeur, Herrn Brigadegeneral Michael Matz, mit den Worten: „Es freut mich außerordentlich, dass wir eine große Anzahl an Kameraden aus den Reihen der Division begrüßen dürfen und ich würde mich freuen, wenn sie sich in unserer Mitte wohlfühlen”.
In seiner Rede sagte Kai Sauer auch, dass es ihm wichtig sei, dass der Salvatorabend auch in Zukunft eine feste Größe in Oldenburg sein wird. Nach seiner Rede konnte der neue Geschäftsführer erstmals auch Kraft seines Amtes den ehemaligen Geschäftsführer der S.G.O., Harm Schröder, mit stehendem Applaus der Gäste für seine erfolgreiche Arbeit danken und mit Urkunde sowie einem kleinen Geschenk würdig in den Ruhestand verabschieden.
VdRBw-Präsident Oswin Veit nahm an der Veranstaltung teilDie Reihen der zahlreichen Angehörigen des Reservistenverbandes wurden durch den Präsidenten Oberst d.R. Oswin Veith, Bundesschatzmeister Hauptmann d.R. Michael Nebel und dem Ersten Stellv. Vorsitzenden der Landesgruppe Niedersachsen, Oberstleutnant d.R. Hans-Joachim Schmidt, angeführt.
Bürgermeisterin betont die Verbundenheit der Stadt Oldenburg zur BundeswehrBürgermeisterin Germaid Eilers-Dörfler überbrachte die Grußbotschaft der Stadt und sie sagte in ihrer Rede: „Ich schaue von hier oben auf einen randvollen Saal. Das ist ein gewohntes Bild beim Salvator-Abend; insofern eigentlich nicht erwähnenswert. Ich erwähne es aber trotzdem - weil es trotz der Gewohnheit ein starkes Signal ist und bleibt für das gute Verhältnis und den regen Austausch zwischen Militär und Zivil in Oldenburg”. Die Rede von Bürgermeisterin Eilers-Dörfler war an diesem Abend geprägt von der Bedeutung und dem Stellenwert der Bundeswehr für den Standort Oldenburg. Zum Schluss ihrer Rede sagte sie: „Als Vertreterin der Stadt bin ich froh darüber, dass wir sagen können, die Bundeswehr war, ist und bleibt ein integraler Bestandteil unserer Stadt”.
Brigadegeneral Karsten Stoye berichtete über den Einsatz der NATO-FrühwarnflotteDie anschließende Rede von Brigadegeneral Karsten Stoye, Kommandeur des NATO-E-3A Verbandes in Geilenkirchen (NATO-Frühwarnflotte AWACS), wurde von vielen Gästen bereits mit großer Spannung erwartet. Brigadegeneral Karsten Stoye sagte: „Ich denke, es gibt selten eine bessere Verbindung zwischen einem Getränk, nämlich dem Salvatorbier, das kräftig und bei intensivem Genuss auch lange nachhaltig wirkt, und einem Verband, wie dem Unseren... Abgeleitet von der Wortbedeutung „Salvator”, der „Retter”, ist der NATO E-3A Verband eben genau dies - ein Teil der rettenden Antwort auf sicherheitspolitische Herausforderungen im NATO Luftraum.Seit nunmehr 35 Jahren leisten wir als Speerspitze der NATO unseren Dienst über dem Gebiet der Allianz, zuletzt auch - als Teil des ISAF Mandates - in Afghanistan und, bis zum heutigen Tage, über den östlichen NATO-Staaten im Rahmen der sogenannten „Assurance Measures” sowie seit kurzem zur Unterstützung der Koalition in der Operation Counter ISIL in Syrien und Irak. In der weiteren Rede ging Karsten Stoye auf den Einsatz und die Bedeutung ihrer Mission ein. Hier sagte er: „Stets wurden unsere Flugzeuge und Crews sehr herzlich empfangen. Besonders im Gedächtnis blieb hier die fast reliquienartige Verehrung unserer Maschine in Estland, wo man uns am liebsten gleich dabehalten hätte”. In seiner Ansprache trat Karsten Stoye Vorurteilen entgegen, als er sagte: „Wir sind kein Spionageflugzeug; als ein luftgestütztes Frühwarnsystem überwachen wir Luft- und Seeräume. Der markante Pilz auf dem Rücken der Boeing 707 ist ein Radar, mit dem wir - auch aufgrund der Höhe - auch kleinste Flugkörper in Tälern oder hinter Bergen sehen können. Das führt dazu, dass sich nahezu niemand vor uns verstecken kann - weder Flugzeug noch Schiff”.
Als Beispiel für das breite Spektrum der Einsätze sagte Karsten Stoye: „Auch bei sogenannten „High Visibility Events” wie Olympiaden, politischen Gipfeltreffen oder zum Schutz ziviler Großveranstaltungen, wir konnten stets - wenn gefordert - eine Luftraumüberwachung sicherstellen”.Auf die Zukunft des Systems bezogen sagte Karsten Stoye, dass mithilfe unterschiedlichster technisch-wissenschaftlicher Studien ein Nachfolgesystem bis 2022 gefunden werden müsse, welches dann bis 2035 entwickelt und beschafft werden soll.
In seinen Schlussworten lädt Karsten Stoye die Gäste ein, bei einem edlen und kräftigen Salvatorbier, ins Gespräch zu kommen. Dass es für Karsten Stoye ein Heimspiel vor vielen ehemaligen Kameraden vom Fliegerhorst Oldenburg war, zeigte sich deutlich hörbar am langen und herzlichen Applaus.
Kommunikation in ungezwungener Atmosphäre
Nach dem gemeinsamen Singen der Hymne „Heil dir, o Oldenburg“, dem anschließenden Fassanstich und mit dem Servieren der Haxen begann der gesellige Gedankenaustausch.
Das musikalische Rahmenprogramm wurde vom „Synfonischen Blasorchester der Stadt Oldenburg e.V.” gestaltet. Den künstlerischen Höhepunkt bot in diesem Jahr die Tanz-Gruppe „Show & Dance“ vom Bürgerfelder Turnerbund Oldenburg mit einer gelungenen Einlage.
Der Termin für den 53. Oldenburger Salvatorabend wurde bereits festgelegt. Er wird am 2. März 2018 stattfinden.
Text: Fred Vosteen